Auerhahn, Auerhuhn (Tetrao urogallus)

Im Kanton Schwyz leben gemäss einer Erhebung aus dem Frühling 2009 150-160 Auertiere (neutral; Auerhähne oder Auerhühner resp. Auerwild). Die geringe Anzahl Tiere und die räumliche Isolation machen das Auerwild empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen. Der Tierbestand wurde aufgrund von fast 600 untersuchten Kotproben (77 Hähne, 46 Hennen) hochgerechnet. Dieser Anteil entspricht etwa einem Fünftel der gesamtschweizerischen Population. Einzelne Tiere sind offensichtlich bis zu 5 Kilometer gewandert.
Bote der Urschweiz, 26.3.2010 Seite 4

Je nach Witterung und Höhenlage beginnt die Balz von Auerhahn und -henne früher oder später im März und dauert bis Anfang Juni. In der frühen Morgendämmerung sucht der Hahn einen Baum an guter Aussichtslage und posiert dort mit gefächertem sowie steil aufgerichtetem Schwanz, leicht hängenden Flügeln und hochgerecktem Kopf. So beginnt der Balzgesang, mit dem die Hennen angelockt werden.
In der Balzzeit brauchen die Tiere eine ungestörte Umgebung, da sonst die Hennen zur Flucht getrieben werden und die Fortpflanzung der eh schon seltenen Art leidet. Ab Mitte April beginnt die Eiablage, innerhalb von zehn Tagen werden fünf bis zwölf Eier in die Nestmulde gelegt. Auch hier können Störeinflüsse die Henne zum längeren Verlassen oder gar zur Aufgabe des Nestes veranlassen. Die Küken verlassen das Nest sofort nach dem Schlüpfen (Nestflüchter). In den ersten vierzehn Tagen werden diese aber noch oft von der Mutter gewärmt, erst später können sie die Körperwärme selber in genügendem Ausmass aufbringen. Erst im Alter von zwei bis drei Monaten sind die Jungtiere ausgewachsen und selbständig.
Bote der Urschweiz, 17.4.2012, Seite 8


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