Greiflet


„Der altgeübte Brauch des Greiflet ist im Alten Lande Schwyz seit Jahrhunderten in obrigkeitlichen Sittenmandaten nachweisbar. Am 18. Dezember 1599 verbot beispielsweise der Rat von Schwyz bei fünf Pfund Busse das Herumlaufen in Narren- und Buzenkleidern sowie das unordentliche und wüste Wesen des Greiffelns“ (in „Feste und Bräuche im Kanton Schwyz“ von Josef Wiget und Hans Steinegger, Schwyz 1989). Dieses Brauchtum ist in einigen Gemeinden des Kanton Schwyz verwurzelt und ähnelt sich stark. Aus Quartieren und Dörfern formen sich Gruppierungen von Geisle-Chlepfer und Trichler in weisem Hirtenhemd. Der Umzug wird von einem Greifler angeführt, der ein mit farbigen Bändern und kleinen Glocken behangenes Tannenbäumchen schüttelt – Symbol des überlieferten Fruchtbarkeitsmythos. Gemeinsam ziehen sie unter einem orhenbetäubendem Lärm durch das Dorf zu einem zentralen Platz, wo sie dreimal um einen Brunnen kreisen. In Schwyz folgt dann dort das in Reimen vorgetragene Spottgespräch, das sogenannte „Plöder“, in dem Ereignisse des vergangenen Jahres verulkend kritisiert werden.

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~ von swissfoto - 6. Januar 2010.

2 Antworten to “Greiflet”

  1. Hallo Peter,

    ich mag Deine Beschreibungen der schweizer Traditionen, die mir so exotisch und so fremd erscheinen.
    Lieben Gruß
    Barbara

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  2. […] auch unter bei Greiflet 2010 Gefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post […]

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