Widerstand


Zwei riesige Felsbrocken überragen die östliche Begrenzung des Tramuntana Gebirges auf Höhe von Alaro und sind von weither aus der Ebene sichtbar. In der Mitte beginnt das Tal, das zum Dorf Orient und von dort über den Coll de Hono nach Bunyola führt. Auf dem linken dieser Giganten liegt das geschichtsträchtige Castell d’Alaro. Einen Parkplatz auf etwa halber Höhe kann auf der schlechtesten Strasse Mallorcas (mit mindestens einer Million Flickstellen!) mit dem Auto, dem Mountainbike oder zu Fuss erreicht werden. Vereinzelte fahren auch das nächste Stück noch motorisiert hoch, dann gehts allerdings teilweise über eine Treppe den letzten Teil bis zur Festung weiter. Ganz oben stehend erkennt man sofort, warum dieser Punkt zum Bau eines Castells ausgewählt wurde. Die Befestigung musste nur an wenigen Stellen gebaut werden, sonst ist sie eine Naturfestung sondergleichen. Auf den Fundamenten von römischen und arabischen Mauern errichteten die christlichen Eroberer die heute noch sichtbaren Teile der Ruine. Unter Jaume I. bot sie einen Zufluchtsort für Mauren, bis diese sie 1230 kampflos den christlichen Eroberern übergaben. 1285 brachte der arogonesische Alfons III. die Insel in seine Gewalt, da er das von Aragon losgelöste Königreich Mallorca wieder unter seine Macht stellen wollte. Die letzten dem König Jaume II. treuen Mallorquiener zogen sich auf die Festung Alaro zurück und leisteten von dort heftigen Widerstand, vor allem die beiden Anführer En Cabrit und En Bassa. Alfons liess die beiden fürchterlich hinrichten. Dadurch wurden die beiden Märtyrer und sind in der Kathedrale von Palma bestattet. Auch zwei Statuen von ihnen erhielten im 18. Jahrhundert in der Kathedrale von Palma einen Ehrenplatz auf dem Altaraufsatz von Franzisco de Herrera.

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~ von swissfoto - 12. Mai 2010.

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