Hochmoor Rothenthurm


Eine der schönsten Regionen in der Schweiz und die schönste Hochmoorlandschaft überhaupt zum Skaten.

Das Hochmoor von Rothenthurm ist von nationaler Bedeutung und gehört zu den schützenswerten Landschaften. Es wird mäanderartig in vielen Schlangenwindungen von der Biber durchflossen. Das Hochtal der Biber liegt im Voralpengebiet, an der Verkehrsachse Zürichsee–Gotthard. In Biberegg ist die Wasserscheide. Südlich fliesst die Steineraa nach Steinen in den Lauerzersee (Vierwaldstättersee-Reuss-Aare-Rhein). Nördlich fliesst die Biberä in Biberbrugg in die Sihl (Limmat-Aare-Rhein).
Moorbiotope entstehen über einem wenig wasserdurchlässigem Untergrund. Sie zeichnen sich durch anhaltende Feuchtigkeit aus, was zu einem unvollständigen Abbau der pflanzlichen Reste und zur Torfbildung führt.
Es wird unterschieden zwischen Hochmooren und Flachmooren. Dabei liegt der Unterschied nicht etwa in der Höhenlage, sondern in der Dicke des torfhaltigen Untergrunds: Hochmoore entstanden vor Tausenden von Jahren und weisen oft meterhohe Torfschichten auf, ihre Feuchtigkeit stammt ausschliesslich aus (nährstoffarmem) Regenwasser. Flachmoore („Sümpfe“) sind jüngeren Datums, ihre Feuchtigkeit stammt zu einem wesentlichen Teil aus (nährstoffreicherem) Grundwasser.
Als „Moorlandschaften“ werden solche Landschaftsgebiete bezeichnet, die mehrheitlich, aber nicht ausschliesslich, aus einzelnen Elementen von Moorbiotopen bestehen.

Die meisten Beeinträchtigungen in Flachmooren sind auf die landwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen, was angesichts der vorherrschenden Nutzung plausibel ist. Der weitaus grösste Teil der Eingriffe sind Weideschäden, vor allem in den Voralpen und den Alpen. Ausserdem kommen auch unsachgemässer Grabenunterhalt oder gar neue Gräben, Störungen im Wasserhaushalt und Missachtung der Düngervorschriften vor. Die allmähliche Aufdüngung der Moore infolge unangepasster Nutzung ist weiterhin ein zentrales Problem. Ebenfalls problematisch, jedoch nicht direkt beeinflussbar, ist der Nährstoffeintrag aus der Luft, welcher besonders für Hochmoore problematisch ist. Anders sieht die Situation im Berggebiet aus: Hier droht den Mooren oft die Gefahr einer Vergandung. Als Konsequenz der weltweiten Agrarpolitik wird die Landnutzung in den Gunstlagen intensiviert, in den Randlagen dagegen aufgegeben. Ohne Nutzung, Schnitt oder extensive Beweidung verganden Flachmoore häufig und werden zu Wald.
Bei überlagerten Nutzungen ist der vermehrte Druck von Tourismus und Naherholung (Sommer und Winter) auf Moorbiotope und Moorlandschaften spürbar. Dies betrifft Infrastrukturen aller Art (Aus- und Neubau), die direkte Beeinträchtigung der Biotope (z.B. Schilfgürtel durch Wassersport, Hochmoore durch Langlauf) sowie die Störung der Fauna (z.B. Auerhühner) und anderes mehr.
Moorschutz in der Schweiz 15 Jahre nach «Rothenthurm», Rolf Waldis, BUWAL, Koordinationsstelle Moorschutz, Oktober 2002

Der Kampf um die wenigen verbliebenen Moor-Biotope in der Schweiz entbrannte in voller Stärke 1987, als gegen ein Projekt des damaligen Eidgenössischen Militärdepartements EMD, aus dem Hochmoor bei Rothenthurm im Kanton Schwyz einen Waffenplatz zu machen, eine Volksinitiative lanciert wurde. Die Hochmoore gehören in der Schweiz zu den seltensten Lebensräumen überhaupt.

Die Initiative wurde bei der Volksabstimmung vom 6.Dezember 1987 überraschend klar angenommen, einzig die Sympathisanten der rechtslastigen Schweizerischen Volkspartei SVP, der direkt betroffene Kanton Schwyz sowie das Wallis stimmten dagegen. Seit diesem Abstimmungserfolg gilt „Rothenthurm“ als Symbol für den Willen des Schweizer Volkes, wertvolle Lebensräume und die Artenvielfalt in der Schweiz zu erhalten.
In Erfüllung der vom Volk angenommenen Rothenthurm-Initiative erliess der Bund entsprechende Verordnungen zum Schutz der Hochmoore (1991), Flachmoore (1994) und Moorlandschaften (1996).
artenschutz.ch

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Eine Antwort to “Hochmoor Rothenthurm”

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