Weinbergschnecke


Schnecke
Die Weinbergschnecke (Helix pomatia) ist eine bis zu 10 cm lange und ca. 30 g schwere gehäusetragende Landschnecke, die zu den Landlungenschnecken (Stylommatophora) und hier zur Familie der Helicidae gerechnet wird. Sie kommt vor allem auf kalkreichen feuchten Böden vor und können in freier Natur bis 8 Jahre alt werden.
Weinbergschnecken sind im Westen bis nach Mittelfrankreich und Südengland, im Norden bis nach Südschweden und -norwegen, im Osten bis nach Estland, Weissrussland und die westliche Ukraine sowie im Süden bis Norditalien, auf der Balkanhalbinsel bis nach Mazedonien verbreitet.
Die Weinbergschnecke bildet wie andere Gehäuseschnecken ein spiralig gewundenes Gehäuse aus Kalk, auch Schneckenhaus genannt. Es erreicht einen Durchmesser von etwa 3 cm. Es kann von strohgelb mit quer verlaufenden Riefen zu beige bis dunkelbraun sein. Es hat fast immer die Form einer rechtsgängigen Spirale. Nur bei etwa einem von 20.000 Exemplaren ist sie linksgängig (genetisch bedingt).
Das viel zitierte Schneckentempo beträgt etwa 7 cm in der Minute (0,0042 km/h). Den Winter verbringen sie in einer Kältestarre. Nachdem sie sich einen Nahrungsvorrat angefressen haben, verkriechen sie sich in der Erde und ziehen sich in ihre Schale zurück. Die Schalenöffnung verschliesst die Schnecke mit einem Kalkdeckel (Epiphragma), der im Frühjahr beim Ausschlüpfen wieder abgestossen wird. Bei Kalkmangel nehmen sie Teile des Deckels wieder auf. Bei starker Trockenheit im Sommer und damit verbundenem Wassermangel können Weinbergschnecken auch einen Trockenschlaf halten. Sie verschliessen sich dazu ebenfalls mit einem Deckel und verzögern damit die Verdunstung des im Körper gespeicherten Wassers. Da die Vorbereitung auf die Trockenstarre mit einer tiefgreifenden Umstellung des Stoffwechsels und der Erzeugung des Deckels verbunden ist und für die Schnecke eine Belastung darstellt, kann sie nicht beliebig begonnen oder unterbrochen werden. Es handelt sich um einen komplexen Vorgang, der bei Trockenheit begonnen und auch bei zwischenzeitlich eintretenden Regenfällen weiter verfolgt wird. Erst wenn eine ausreichend lange Zeit genug Feuchtigkeit in der Umgebung vorhanden ist, entdeckelt sich die Schnecke wieder und benötigt dann eine Phase der ergiebigen Nahrungsaufnahme, um sich allenfalls erneut verdeckeln zu können.

Weinbergschnecke

Sie lieben die Feuchtigkeit. Bei Sonnenschein oder Wärme verkriechen sie sich in Felsspalten oder graben sich ins Erdreich ein. Wenn sie gestört werden, ziehen sie sich ins Schnekenhaus zürück und verharren dort für Minuten, bis sie wieder zuerst die Fühler langsam wieder orientierend herausstrecken.


Eine Antwort to “Weinbergschnecke”

  1. […] Weinbergschnecke […]

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