Winden


Winde

Gegen die geruchlosen, weissen Trichterblüten kann man nichts sagen. Wäre die Blume selten, würde nur schwer gedeihen oder man müsste sie mühsam in den Alpen suchen, wäre sie begehrt. Da sie aber überall dort wächst, wo man sie bestimmt nicht haben will und sich noch weniger ausrotten lässt, hat sie die Zuneigung vieler Gartenbesitzer verloren und den Titel Unkraut erworben!
Die echte Zaunwinde (Calystegia sepium, Syn.: Convolvulus sepium) gehört zu den Windengewächsen (Convolvulaceae).
Die Zaunwinde ist in gemässigten Zonen auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde, somit in ganz Europa (ausser Skandinavien), Amerika, Westasien und Nordafrika zu finden. Sie blüht bei uns zwischen Juni und Oktober, bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden an sonniger oder halbschattiger Lage. Die Blüten öffnen sich bei trockenem Wetter sowohl tags wie nachts, bei feuchtem Wetter sind sie geschlossen. So ist sie besonders an Wegrändern, Hecken, Zäunen und Ufern zu finden. Sie ist enorm schnell für eine Pflanze, wächst sie doch 3-5 cm in anderthalb Stunden oder macht in eindreiviertel Stunden eine Linksdrehung (Gegenuhrzeigersinn) um die eigene Achse. Die Kletterpflanze wird bis 5 m lang. Die Wurzeln reichen tief ins Erdreich hinein. Kleine Stückchen dieser Wurzeln sind in der Lage, neue Pflanzen aussprossen zu lassen. Im Spätherbst und Winter zieht sich die Pflanze in den Boden zurück.
Dieses „Unkraut“ lässt sich kaum bekämpfen. Als einzigen natürlichen Feind soll sie die Schildkröten haben, die dieses Kraut lieben. Zwar kann man diesem Unkraut (und sich selbst) das Leben schwer machen, indem man es immer wieder auszupft. Die im Erdreich zurückbleibenden Wurzeln schlagen jedoch immer wieder von Neuem aus. Trotzdem soll die Winde ausgezupft oder mit Chemikalien behandelt werden, dies bevor sie Blüten treibt. Die Pflanze kann man weiter stören, indem man im Herbst den Boden mit einer Habel lockert und die Wurzeln soweit wie möglich herauszieht, das entzieht der Pflanze die „Kräfte“, die sie zum Überwintern braucht. Als einzige wirklich effektive Methode wird das Abdecken des befallenen Erdreiches mit einer schwarzen Plastikfolie für ein ganzes Jahr bezeichnet.


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