Schweizer Naturpärke


In der Schweiz gibt es 234 Naturwaldreservate mit einer Fläche von insgesamt 14’000 Hektaren, was einen Anteil von 1.14% der gesamten Waldfläche ausmacht (Stand April 2005). Die vier grössten Naturwaldreservate sind der Nationalpark (4800 ha; Kt. Graubünden), das Reservat Onsernone (965 ha; Kt. Tessin), der Sihlwald (827.5 ha; Kanton Zürich) sowie das Waldreservat Valle die Cresciano (637 ha; Kt. Tessin).
BUWAL 15.6.2005

Beim Bundesamt für Umwelt haben 2009 neun Gesuche für Pärke von nationaler Bedeutung die erste administrative Hürde genommen. Es handelt sich dabei um Gesuche für Finanzhilfe für die Errichtung oder die Verleihung des Parklabels für den Betrieb.
BAFU 19.3.2009

In der Neuen Zürcher Zeitung vom 14.8.2009, Beilage „Reisen und Freizeit“ auf Seite B4 ist im Artikel „Unterwegs im grössten Waldreservat der Schweiz“ über das Val Cama zu lesen. Das Naturwaldreservat umfasst 1’200 Hektaren sowie 378 Hektaren Sonderwaldreservat, was zusammen 1’578 Hektaren ausmacht (~15 km2, grösstes Waldreservat der Schweiz ausserhalb des Nationalparkes gemäss Pro Natura Graubünden). Im Jahre 2006 hatten die Gemeindeversammlungen von Cama, Leggia und Verdabbio dem Waldreservat zugestimmt. Am 19. Oktober 2007 wurde der Schutzvertrag zwischen den Vertragspartnern besiegelt und trat auf den 1. Januar 2008 in Kraft.

Für neun Naturpärke hat das Bundesamt für Umwelt dieses Jahr grünes Licht gegeben. Zwei Projekte davon erhalten auf den 1.1.2010 das Label „Park von nationaler Bedeutung“. Dies sind der „Regionale Naturpark Thal“ im Kanton Solothurn und der Naturerlebnispark „Wildpark Zürich-Sihlwald“. Somit werden in der Schweiz neben dem Schweizerischen Nationalpark insgesamt drei Pärke von nationaler Bedeutung bestehen.
Bote der Urschweiz, 29.8.2009

1985 kam die Idee auf, im Sihlwald auf die Holznutzung zu verzichten, was dann im Jahre 2000 auch umgesetzt wurde. Einerseits standen visionäre Ideen als Fundament für die Umsetzung, andererseits aber auch wirtschaftliche Ideen, wurde doch die Nutzung des Waldes unrentabel. Neu kommen auch Unterstützungsbeiträge vom Bund, Kanton und privaten Stiftungen dazu.
NZZ 17.9.2009

Um die Planung von Naturpärken in der Schweiz ist ein wahrer Boom ausgebrochen!
NZZ 24.9.2009, Seite 15
www.paerke.ch

Im 19. Jahrhundert waren die Wälder in der Schweiz übernutzt. Erst als Kohle und später Erdöl als Brennstoff verbreitet eingesetzt wurden, konnten die Wälder sich zu erholen beginnen. Das Fortwesen wurde geregelt und Forstingenieure an der neu gegründeten Eidgenössischen Hochschule in Zürich ausgebildet.
Als zentraler Gedanke hielt nun, nachdem die Nachfrage nach Holz als Brennstoff entschärft war, die Nachhaltigkeit Einzug in das Forstwesen. Es sollte nicht mehr Holz geerntet werden als wieder nachwuchs. Man erinnerte daran, dass neben der Holznutzung der Wald diverse andere Funktionen erfüllte wie Schutz vor Naturgefahren, Erholung und Reinigung von Trinkwasser.
Wie will man heute mit den verschiedenen Ansprüchen an den Wald umgehen: multifunktionale Waldbewirtschaftung heisst das neue Konzept (Dr. Felix Lüscher, Forstingenieur Oberallmeindkooperation (OAK) Schwyz. Konkurrenzieren sich doch die Interessen der Waldbesitzer, die Holznutzung, die Ansprüche der Erholungssuchenden, die Naturschützer und die Anforderungen an einen Schutzwald gegenseitig. Somit werden die Stimmen nach einer Regelung lauter, die Auseinandersetzungen über die Waldbewirtschaftung seien in den letzten Monaten härter und das Klima (nicht im Wald!) rauher geworden. Es geht um die Frage, welche Leistungen zugunsten der Biodiversität im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu erbringen sind, dies ohne Entschädigung sowohl auf öffentlichem wie privatem Wald. Somit wird der Wald zum Politikum, was auch die vermehrte Präsenz des Themas im Zeitungswald in der letzten Zeit widerspiegelt.
NZZ 25.9.2009, Seite 16

Naturpark Binntal
Seit einem Jahr besteht der ca. 160 km2 grosse Landschaftspark, der mit Flachmooren, trockenen Magerwiesen, Fichten- und Föhrenwäldern sowie Bergseen aufwartet. Verschiedenste Mineralien werden von Strahlern gesucht. Für die Region ist der Naturpark wirtschaftlich und touristisch interessant.
Touring 2009; 17: Seite 35

REGIONALER NATURPARK KANTON SCHWYZ
Gemäss einer Studie im Auftrag des Kernteams Regionaler Naturpark Schwyz ist ein solcher machbar. Die untersuchte Parkvariante reicht von Riemenstalden über das Muotatal weiter über die Mythen bis nach Rothenthurm. Sogar der Einbezug bes Natur- und Tierparks Goldau ist möglich. Bote der Urschweiz 30.10.2009, Seite 7 und 31.10.2009, Seite 7 Der Schwyzer Naturpark wird konkreter, lautet der Titel im heutigen Boten der Urschweiz, 21.12.2009, Seite 9. In den kommenden Wochen sollen die betroffenen Gemeinden angeschrieben werden, ob nach der Machbarkeitsstudie auch die Projektphase mitfinanziert werden kann. Als Protagonisten werden Frau Anna Baumann, Tierpark-Direktorin von Goldau, Herr Gottfried Weber, Präsident des Vereins Natur- und Tierpark Goldau und Herr Christoph Weber, FDP-Kantonsrat befragt.

Der Bundesrat spricht sich gegen die Weiterführung des Fonds Landschaft Schweiz ab 2011 aus. Der Fonds wurde 1991 aus Anlass des Jubiläums 700 Jahre Eidgenossenschaft befristet auf 10 Jahre geschaffen. Das Parlament beschloss 1999 die Weiterführung des Projektes bis 2010 gegen den Vorschlag des Bundesrates.
Dieser mit etwas mehr als 4 Stellen ausgestattete Fonds erhielt pro Jahr 50 Mio Franken. Es wurden bisher mehr als 1400 Projekte zur Erhaltung und Pflege von naturnahen Kulturlandschaften umgesetzt, so die Restaurierung des Wasserschlosses im Aargau oder die Sanierung von Trockensteinmauern im Puschlav.
Der Bund tätigt jedoch auch noch andere Beiträge zur Erhaltung von Landschaften, unter anderem durch die Schaffung von Regionalpärken.
Neue Zürcher Zeitung 31.10.2009, Seite 12

Angst vor Nationalpärken
Die Gemeinde Cevio hat das Projekt des Nationalparkes am Lago Maggiore zu Fall gebracht. Auf dem Gemeindegebiet von Cevio lag fast die Hälfte der vorgesehenen Kernzone. Der Widerstand kam von den Nutzern des Waldes, Besitzer von Rustici, von Jägern und Fischern. Sie alle befürchteten, sie könnten im Nationalpark ihren Tätigkeiten nicht mehr nachgehen.
Auch im Parc Adula werden ähnlich lautende Stimmen laut. Die Kernzone dieses Nationalparkes ist jedoch besser unter den beteiligten Gemeinden verteilt. Zudem sind grosse Teile des Gebietes bereits jetzt Jagdbann-Zonen, sodass die zu erwartenden Restriktionen für die Jäger nicht zu stark ins Gewicht fallen werden. Trotzdem ist die Angst vor Paragraphen weit verbreitet und viele Fragen offen, wie die Alpen weiter bewirtschaftet werden dürfen, ob Helikoptereinsätze erlaubt sein werden, ob und mit welchen Fahrzeugen die bestehenden Bauten erreicht werden können, wie das Gebiet als Erholungsgebiet noch genützt werden kann? Antworten auf diese Fragen werden in einer Charta zusammengestellt, aber erst 2014 veröffentlicht werden. In jenem Jahr wäre dann auch die Abstimmung über diesen Nationalpark vorgesehen.
NZZ 17.11.2009, Seite 13

Der regionale Naturpark Greyerz – Pays-d’Enhaut wird nun ermöglicht, nachdem die letzte der insgesamt 14 Gemeinden (je 7 aus dem Kanton Waadt und Freiburg) dem Projekt zugestimmt hat. Der Park ist über 500 Quadratkilometer gross.
NZZ 19.12.2009, Seite 12

Die beiden Kantone Uri und Nidwalden haben beim Bundesamt für Umwelt in Bern ein Gesuch für die Errichtung eines «Naturparks Urschweiz» eingereicht. Es werden eine globale Finanzhilfe sowie die Erteilung des Parklabels mit Zusatz «Kandidatur» beantragt. Acht Gemeinden aus dem Kanton Uri und vier Gemeinden aus dem Kanton Nidwalden wollen gemeinsam einen regionalen Naturpark mit einer Fläche von insgesamt 550 Quadratkilometern schaffen. Voraussichtlich im Sommer 2010 wird der Bund entscheiden, ob das Vorhaben bewilligt wird.
NZZ 15.1.2010, Seite 13

Zustimmung von 10 Gemeinden
Das Projekt „Regionaler Naturpark Schwyz“ wird von der der insgesamt 14 betroffenen Gemeinden unterstützt, es stehen noch Schwyz, Alpthal, Ober- und Unteriberg aus. Diese haben jedoch erklärt sich näher mit dem Projekt zu befassen. Bis im kommenden Frühling soll geklärt werden, ob nach der Projektphase der nächste Schritt angegangen werden soll, nämlich schlussendlich die Gemeindeabstimmungen.
Bote der Urschweiz, 21.1.2010

Der Wald breitet sich in manchen Gegenden stark aus
Das neue Landforstinventar zeigt gegenüber der letzen Analyse von 1993-1995 eine Ausdehnung der Waldfläche um 600 Quadratkilometer trotz verstärkter Nutzung, sodass in einigen Gebieten eine Lockerung beim Schutz der Waldfläche sinnvoll erscheint. Der Anteil des Waldes an der Landesfläche stieg somit von 29.6% auf 31% resp. auf total 12’800 Quadratkilometer! Dies vor allem in Berggebieten und auf der Alpensüdseite.
Zudem hat die natürliche Vielfalt im Wald zugenommen. Durch das Liegenlassen von abgestorbenem Holz (Totholz) und der Verdoppelung der Bäume mit einem dicken Stamm hat sich der Wald als Lebensraum von vielen Tier- und Pflanzenarten verbessert. In den nächsten 20 Jahren soll rund 10% der Waldfläche als Waldreservate ohne Nutzung definiert werden. Eine andere interessante Zahl: 2.5% der Wälder werden vor allem als Erholungswälder bewirtschaftet.
NZZ 17.3.2010, Seite 13

Der Pfynwald liegt im Wallis zwischen Leuk und Siders und ist mit etwa 30 Hektaren der grösste geschlossene Föhrenwald Europas. Der besondere Wert des Pfynwaldes besteht darin, dass er im intensiv genutzten Talgrund des Rhonetales einen letzten Rest einer urtümlichen Landschaft darstellt, in der die Rhone ihren Lauf weitgehend selber gestaltet.
Im Laufe der Jahre ist der geschützte Wald zu wenig genutzt worden. Es bildete sich von den Baumwipfeln eine dichtes Kronendach, das kaum noch Licht durchliess. Somit verarmte der Waldboden an Pflanzen und Tieren. Die Biodiversität ging verloren.
Was ist zu tun? Tausende von Föhren sollen im geschützten Naturpark gefällt werden. Das Konzept funktioniert offenbar nicht in allen Regionen, dass eine Waldfläche ganz sich alleine überlassen wird. Vor allem kann man nicht alles haben und es heisst nicht, dass ein sich selbst überlassener Wald Garantie ist für eine “natürliche” Biodiversität, die auch den Ansprüchen an eine Vielfalt der Fauna gerecht wird. Die Fachleute seien vom vollständigen Schutzgedanken für die meisten Landschaften abgekommen. Schutzverordnungen einer Landschaft aufzuzwingen sei falsch. Es bedürfe eines differenzierten Schutzes. Dieser angepasste Schutz umfasst neben dem Einfluss von Naturereignissen wie Lawinen, Steinschlag und Bränden auch eine angemessene menschliche Nutzung. Günstig würde sich offenbar ein gewisser Bestand an Ziegen oder gar Auerochsen auswirken, die allerdings nicht eingezäumt ohne grossen Arbeitsaufwand gehalten werden könnten, sie müssten ihren Standort ständig wechseln können, um eine ausgewogene Nutzung gewährleisten zu können.
NZZ 30.4.2010, Seite 13

Habkern lehnt Beitritt zu Naturpark Thunersee-Hohgant klar ab
Die Umsetzung des Naturparkes in der vorgespurten Form ist stark in Frage gestellt. Nach Sigriswil lehnte am Montag auch die Gemeindeversammlung von Habkern einen Beitritt mit 229 zu 93 Stimmen wuchtig ab. Mit Sigriswil und Habkern haben jene Gemeinden den Beitritt abgelehnt, welche die flächenmässig grössten Anteile an den Park beigesteuert hätten. Insgesamt haben 16 Gemeinden den Vertrag gutgeheissen, zwei haben in abgelehnt.
Berner Zeitung 18.5.2010

Neues aus der Naturpark-Landschaft
Dem regionalen Naturpark Urschweiz (Kanton Nidwalden und Uri) wird vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) für 2010 und 2011 eine Finanzhilfe von CHF 289’000 gewährt.
Der regionale Naturpark Biosfera Val Mustair erhält ab 2011 für 10 Jahre dieses Parklabel zugesprochen.
Einen weiteren Nationalpark von 1000 km2 soll mit dem Parc Adula von den Kantonen Graubünden und Tessin verwirklicht werden, es werden für diesen rund um die Greinaebene liegende Park für 2010 und 2011 CHF 686’000 gesprochen.
Bote der Urschweiz, 28.8.2010, Seite 15

Es läuft nicht so rund mit den Naturpärken
Der Naturpark Ela war gedacht als erster und grösster Naturpark der Schweiz, das war vor vier Jahren. Es sind 21 Gemeinden beteiligt. Diese müssen in diesen Wochen den Parkvertrag genehmigen, der den Park von der Aufbauphase in die von 2012 zehn Jahre dauernde Betriebsphase überführen soll. Nun findet die Region aber offensichtlich keinen Konsens zwischen der wirtschaftlichen Nutzung und dem Erhalt resp. Schutz der erhaltenswerten Natur. Der Park umfasst ein Gebiet, das teilweise touristisch als Skigebiet genutzt wird und in dem auch diesbezügliche Ausbaupläne nicht behindert werden sollen. Ferner ist in einer Gemeinde auch ein Wasserkraftwerk geplant. Mittlerweilen hat die Gemeinde Riom-Parsonz knapp nein gesagt zum vorliegenden Vertrag.
NZZ 21.10.2010, Seite 17

Aus für den Naturpark Urschweiz
Neun von zwölf Gemeinden in den Kantonen Uri und Nidwalden haben ihre Teilnahme am (theoretisch maximal 570 km2 grossen) Naturpark Urschweiz abgelehnt. Die Entscheidungen waren so deutlich, dass der Vorstand des Trägervereins an einer nächsten Sitzung seine Auflösung ins Auge fassen wird. Befürchtungen von zu grossen Einschränkungen für Wanderer, Baueren, Jäger etc. waren offenbar ausschlaggebend.
NZZ 30.11.2010, Seite 15

Langsame Schritte zum Urwald
1950 wurde die Holznutzung im Josenwald (zwischen Walenstadt und Quinten) aufgegeben und der Wald 1976 der Forschung durch die Eidg. Techn. Hochschule Zürich zur Verfügung gestellt. Das durch Professor H. Leibundgut geförderte Interesse an den Prozessen, die in unberührten Wäldern ablaufen, führte zu wiederholten Datenerhebungen in einigen Waldreservaten, so auch im Josenwald. Diese periodischen Untersuchungen in der Schweiz ergaben einmalige Daten für die Forschung, deren Resultate nun vorliegen. Der Wald in diesen geschützten Gebieten sei in den 50 Jahren tatsächlich naturnäher geworden, was man daran ersehen kann, dass das Totholz an Menge zugenommen hat. Die Werte seien vergleichbar mit denen in den Westkarpaten. Dies ergibt einen Lebensraum für viele Insekten und Pilze, so sei der geschützte Alpenbock im Josenwald wieder nachweisbar. Auf die ganz alten Bäume müsse man aber noch warten, dies dauere noch viele Jahrzehnte. Auch dominieren die Buchen diese geschützten Wälder und drängen die sonnenhungrigen Baumarten zurück, diese müssen auf die Chancen eines nächsten Sturmes warten.
2001 haben Bund und Kantone beschlossen, dass bis 2030 mindestens 10% der Schweizer Waldfläche zu Naturschutzreservaten gehören sollen. Auf der Hälfte sollen Naturwaldreservate entstehen, Waldflächen, wo die natürliche Waldentwicklung nicht gestört wird, auf der anderen Hälfte soll gezielt eingegriffen werden dürfen, um bestimmte Lebensräume und Arten zu fördern und zu erhalten (Sonderwaldreservate). Derzeit gibt es 400 Waldreservate mit einer Fläche von 44‘000 Hektaren (3.5% der Waldfläche), eine Aktualisierung dieser Daten soll vom Bundesamt für Umwelt 2012 erstellt werden.
NZZ 12.11.2011, Seite 13

Motivationsspritze für einen neuen Nationalpark
Die Naturschutzorganisation Pro Natura will dem „Parco nazionale del Locarnese“ 1 Million Franken versprechen, das den Grundeigentümern zugute kommen soll, falls der Park doch noch zustande kommen werde. Das Projekt dieses Nationalparkes musste neu ausgerichtet werden, nachdem sich die Gemeinde Cevio im Maggiatal gegen eine Teilnahme aussprach. Die jetzt beteiligten 14 Gemeinden werden voraussichtlich 2015 neu über ihre Mitbeteiligung abstimmen.
Der „Parc Adula“ ist planerisch weiter fortgeschritten, dieser Park soll ebenfalls 1 Million Franken bekommen, doch müsse man sich noch über die Zweckbestimmung des Geldes einigen. Verhandlungen sind im Gange.
Bote der Urschweiz, 14.11.2011, Seite 20

Naturpark über die Grenzen hinaus
Die Schaffhauser Regierung stellte am 18.11.11 die Vorgehensweise vor, wie über eine Trägergesellschaft alle Landgemeinden des Kanton Schaffhausens (ohne Stein am Rhein) sowie der deutschen Gemeinden Jestetten und Lotstetten zu einem 258 km2 grossen Naturpark zusammengefasst werden sollen. Dadurch sollen Anreize geschaffen werden, die intakten Landschaften zu erhalten und gleichzeitig zu nutzen. Die Zersiedelung stelle die grösste Herausforderung dar, mit einer Naturparkregelung seien solche Konflikte besser zuz lösen.
NZZ, 21.11.2011, S. 11

Kein Naturpark im Val d’Hérens
In fünf der sieben Gemeinden haben die Stimmberechtigten eine Absage an den geplanten Naturpark erteilt. Damit wird auch die Unterstützung des Bundes und des Kantons von 400’000 Franken an das Jahresbudget von 700’000 Franken
hinfällig.
Bote der Urschweiz, 19.12.2011, Seite 21

Weiterer Naturpark im Kanton Graubünden
Alle zwölf Gemeinden haben sich für den Betrieb des Naturparks Beverin ausgesprochen, anfangs 2012 erfolgt die Eingabe um Anerkennung beim Bund. Der Naturpark umfasst eine Fläche von 370 km2, dehtlich kleiner als der im Osten angrenzende Parc Ela, der 548 km2 gross und damit der grösste Naturpark in der Schweiz ist. Sinn des Parks sei die Pflege und nachhaltige Nutzung der Landschaft sowie Förderung der regionalen Kultur. Durch das Parklabel werde die Region besser sichtbar. Liegen doch die Via Mala, die Kirche von Zillis, die Rofflaschlucht, das Safiental und der Piz Beverin in diesem neu geschaffenen Naturpark.
NZZ 21.12.2011, Seite 13

Regionaler Naturpark Schwyz

Das Kernteam des Naturpark-Projektes stellte gestern an einer Informationsveranstaltung Vertretern von Gemeinden und Bezirken das Projekt vor. Insgesamt 14 Gemeinden werden im Juni über die Errichtung des Naturparkes auf eine Probezeit von 4 Jahren abzustimmen haben. Es wäre der 15. Regionale Naturpark der Schweiz. Er soll rund 500 Quadratkilometer gross sein, der Kanton Schwyz weist insgesamt eine Fläche von 908,2 km2 auf. Die Landwirtschaftbetriebe würden durch ein Label unterstützt, bestimmte Projekt zum Bespiel im Bereiche des Landschaftschutzes würden finanziell entgolten. Die Wirtschaft, der Tourismus und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Region würden durch die Schaffung dieses Naturparks gestärkt. Es sind noch verschiedene Informationsveranstaltungen geplant, um den Ängsten und Befürchtungen zu begegnen.
Bote der Urschweiz, 28.1.2012 Seite 3

Naturpark Schwyz in der Kritik
Drei von vierzehn Gemeinden sind ausgestiegen. Es herrscht ein tief sitzender Widerwille vor. Entscheidend werden die nächsten Abstimmungenam 17. Juni 2012 sein.
NZZ, 2.5.2012, Seite 13

Die überwiegende Mehrheit der Urnengänger in der Gemeinde Schwyz lehnt das Projekt eines regionalen Naturparkes ab.
Die Gemeinde Schwyz sollte nach Ansicht der Initianten das Eingangsportal zum geplanten regionalen Naturpark Schwyz werden. Diese Vision jedoch ist nach dem Urnengang in weite Ferne gerückt. Die Mitfinanzierung der Errichtungsphase bestand – trotz der geringen Belastung der Gemeindekasse mit weniger als 200‘000 Franken für die nächsten vier Jahre – vor den Stimmbürgern nicht. Mit nur 1146 Ja gegen 2896 Nein wurde ein nahezu vernichtendes Ergebnis zum Naturpark ausgezählt. Zu überraschen vermag das Ergebnis höchstens in sener Deutlichkeit. Eine Ablehnung hingegen war zu erwarten, hatten doch bereits zu einem früheren Zeitpunkt vier der angedachten 14 Gemeinden ihre Mitbeteiligung abgelehnt. Auch an der vorberatenden Gemeindeversammlung in Schwyz waren ausnahmslose negative Stimmen zu einem regionalen Naturpark geäussert worden; nicht zuletzt aus bäuerlicher Sicht überwog die Angst vor zusätzlichen neuen Nutzungseinschränkungen und Schutzbestimmungen.
http://www.gemeindeschwyz.ch/xml_1/internet/de/file/modul/news/html.cfm?config=6E4489BC-5056-8200-42F38BDFDB70D4D8&lg=DE&did=1&lid=1&newsID=259&pid=1

Grösster Schweizer Naturpark erhält nationales Label
Der Kanton Graubünden wurde an der Feier von Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner vertreten. Mit der Anerkennung und der damit verbundenen finanziellen Unterstützung durch Bund und Kanton ist die Zukunft des Parc Ela nach Angaben der Verantwortlichen für mindestens zehn Jahre gesichert.
Der Naturpark liegt im Herzen Graubündens rund um den 3338 Meter hohen Piz Ela, in der Region Albula-Bergün und Savognin-Bivio. Mit 548 Quadratkilometern Fläche ist der Parc Ela mehr als dreimal so gross wie der Schweizerische Nationalpark im Engadin.
SF DRS 23. Juni 2012, 20:40 Uhr

Wiederum neue regionale Naturpärke in der Schweiz
Nachdem es etwa ein Jahr ruhig geworden ist um Naturpärke in der Schweiz wieder eine Nachricht in der NZZ. Die Errichtung von solchen in Neckertal, Schaffhausen und Simplon wird vom Bund finanziell mit 1.9 Mio Franken über 3 Jahre unterstützt. Die drei neuen Parkkandindaten haben vier Jahre Zeit, die notwendigen Voraussetzungen für die Anerkennung als Park zu schaffen, um dann das Parklabel zu erhalten.
NZZ 23.8.2013, Seite 10

Die Errichtung des grössten Nationalparks der Schweiz gelangt in die entscheidende Phase
Auf 13.5 Hektaren im bündnerischen Soazza (Misox) wird geprobt, wie man später im überregionalen Nationalpark die traditionelle Kulturlandschaft pflegen und nachhaltig nutzen will. 2015 werden 20 Gemeinden darüber abstimmen, ob sie diesem Nationalpark „Parc Adula“ zustimmen wollen. Verschiedene andere Projekte sind auch schon gescheitert. Grundlage wird eine Charta sein, in der die Regeln für Benutzer und Besucher des Nationlparks festgelegt sind. Diese sollen nicht so rigide ausgelegt sein, wie zum Beispiel im Schweizerischen Nationalpark im Engadin, der den Charakter eines Naturreservats hat. Im Parc Adula soll eine Kernzone von 170 km2 Grösse der Natur freie Entwicklung zugestanden werden. In der Umgebungszone sollen für die Bewohner kaum Einschränkungen bestehen, die Kulturlandschaft kann erhalten und naturnah bewirtschaftet werden, sie soll aber auch vor nachteiligen Einflüssen geschützt werden. Das Projekt erhält im positiven Fall vom Bund eine halbe Million Franken, nötig seien aber 3 bis 5 Millionen.
NZZ 11.9.2013, Seite 15

2014 wird der Schweizerische Nationalpark 100 Jahre alt
Zu den Erfahrungen aus diesem Labor in der wilden Natur ist einer seits die Internetplattform http://www.atlasnationalpark.ch und andererseits ein Buch von Heinrich Haller, Antonia Eisenhut und Rudolf Haller mit dem Titel „Atlas des Schweizerischen Nationalparks“ erschienen.
NZZ 26.10.2013, Seite 14

Steiniger Weg zum Parc Adula
Im nächsten Jahr stimmen 17 Gemeinden aus dem Kanton Tessin und Graubünden über den neuen Nationalpark ab. Der Park soll 1230 km2 gross werden, darin enthalten eine Kernzone von 145 km2, in der die Wege nicht verlassen und Hunde nicht mitgenommen werden dürfen, Sammeln von Pflanzen und Pilzen wie auch das Fischen und Jagen sind verboten. Pro Jahr sollen 5 Millionen Schweizerfranken in Projekte und Arbeitsplätze investiert werden (60% vom Bund, 20% von den Kantonen und 20% von Gemeinden, Institutionen und Sponsoren). Die Kritiker befürchten eine Einschränkung für Hirten und Jäger und somit den Verlust von alten Kulturen.
NZZ 1.12.2015, Seite 18

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